Hi Blogleser, es gibt wieder ein Update was hier so geht. Coromandel ist keine Frau sondern eine Region und ein Ort im Norden von Neuseeland. Und ich liebe es dort. Im Moment regnet es hier in Tauranga mal wieder (18.9.2011) und ich hab kein Bock rauszugehen. Wir sind heute auf die Idee gekommen uns einen Wifi Daypass im YHA Hostel zu kaufen. Nu gammeln wir hier rum. Großartig nicht wahr?

Viel Spaß beim Lesen

Jakob

12.09.2011 – Cooks Beach / Hot Water Beach and cold water yakuzi

Nach einem kurzen Abstecher in der Werkstatt (Shocks prüfen mit dem Ergebnis irgendein Teller über den Stoßdämpfern is defekt, kann ich wechseln lassen muss ich aber nicht) fuhren wir weiter die Küstenstraße zum Hot Water Beach herunter. Wir hatten uns verabredet mit Anetta aus Tschechien und Lilith aus Marburg. Kennengelernt hatten wir die beiden im Driving Creek Cafe. Vor der Abfahrt aus Coromandel waren wir erneut im Cafe und haben mal wieder das vorzügliche Essen und die tollen Getränke genossen. Und free Wifi natürlich. Als wir loswollten rief uns noch Lilith an damit wir ihre Pancakes vom Vorabend eingepackt bekommen. Der Inhaber Mehow, aus Polen, guckte etwas ungläubig, händigte uns jedoch trotzdem die Pancaces eine Banane und den Sirup aus. Dann sind wir los. Da es mal wieder reichlich spät geworden ist mussten wir wie immer sehr zügig fahren. Wie geplant waren wir 15 Uhr vor Ort am Hot Water Beach. Der richtige Zeitpunkt zum Loch graben war jedoch schon verstrichen. Die Mädels waren rechtzeitig da und haben die heißen Quellen bereits genießen können. Wir holen das dann die nächsten Tage nach. Stattdessen sind wir dann gemeinsam zum Cathedral Cove und zur Stingray Bay gelaufen. Beides wunderschöne Buchten bei jedoch mäßigen Wetter. Vom Regen waren die Wege sehr aufgeweicht. Wie man auf den Bildern sieht war es trotzdem ein toller Ausflug. Dann sind wir zu unserem Holidaypark gefahren. Die Inhaber diesmal total besoffen aber gut gelaunt wie immer. Ihnen wurden wohl endlich nach 6 Monaten vom Bürgermeister die beantragten Toiletten genehmigt. Scheinbar ein Anlass sich übermäßig zu betrinken. Uns brachte das an dem Abend noch einige Interessante Gespräche, kalte Duschen, ein fast erkalteter Hot Water Pool, ein kostenloser Wifi Gutschein, Pflaster, eine kostenlose Übernachtung pro Person und eine versprochenen Fernbedienung die wir für den FlatTV haben wollten (leider ist sie nie angekommen). Ach ja, und dann meinte der Inhaber der Resorts noch beim Suchen des Rugby Channels das wir den kompletten Aufenthalt umsonst bekommen wenn er den Sender auf Sky nicht gleich findet. Zu seinem Glück hat er ihn jedoch nach 15 Minuten finden können. Gut wir jedenfalls sind am Abend noch mit einem kleinen Kutter rüber nach Whitianga auf die andere Seite der Bucht zum Einkaufen gefahren. Bei uns hatte 17 Uhr bereits alles geschlossen. Eingekauft haben wir wie immer etwas Alkohol und Lebenmittel für Kartoffelecken mit Eiern und Gemüse. Zurück im Resort haben wir dann gekocht, getrunken und in den Pools gefroren. Sebi hat extra nix getrunken um die beiden sicher ins Hostel bringen zu können.

 

13.9.2011 Cooks Beach Holiday Park and hot yakuzi

Heute wird wieder gegammelt, nix aufregendes, das Wetter ist wechselhaft, ich wurde trotz gestern schon um 8 wach. Carlos geht’s noch dreckig und der Sebi, dem geht’s wie immer gut. Hier Lösen sich heute Sonne Regen und starker Wind im Minutentakt gegenseitig ab. Irgendwann sind wir dann endlich los und Carlos ist angeln gefahren und Sebi und ich sind mit einer kleinen Motogetriebenen Nussschale nach Whitianga gefahren und haben im New World (Supermarkt) die Zutaten für echtes Gulasch gekauft (Wein, Fleisch, Zwiebeln …). Dazu gab es Reis den wir noch übrig hatten. Am Abend ging es dann wie immer in den Yakuzi. Diesmal war er wieder seeehr warm.

14.9.2011 really hot hot water beach

Erst Frühstücken, morgens Filme gucken und Musikfernsehn aufm Flat Screen. Dann mussten/konnten wir los uns den Hot Water Beach vornehmen. Ca. 14 Uhr mussten wir dort sein. Auf mein generve hin waren wir schon 2h früher dort und konnten uns einen schönen Spot aussuchen und schon mal graben. Als wir vorfuhren sind auch schon mindestens 20 Leute vor Ort gewesen und haben sich im Sand gesuhlt. Sebastian hat ne Schippe geliehen und auch wir konnten mit dem graben beginnen. Es ist schon beeindruckend, an manchen Stellen konnte man den Dampf aufsteigen sehen und ohne Flip Flops verbrühte man sich beim rumlaufen die Füße. Nachdem wir unser erstes Loch gegraben hatten füllte es sich mit, gefühlt über 70°, brühend heißem Wasser. Man hätte Eier darin kochen können. Leider roch es aber schon ohne Eier als ob man welche gekocht hätte. Schwefel ist zwar gesund aber nicht wirklich angenehm in der Luft. Wie gesagt das Wasser war zu heiß um direkt drin baden zu gehen. Wir hatten scheinbar wirklich eine sehr heiße Quelle erwischt und einige anderen Löcher-Buddler bestätigen uns das. Wir haben uns dann ein weiteres gegraben, weiter unten (etwas weniger heiß) näher am Wasser. Angenehm und groß genug um es zu dritt länger darin auszuhalten. Unser verwaistes Loch konnte dann später noch von übergewichtigen Italienern ohne hitzeempfinden genutzt werden. War die ganze Arbeit nicht ganz umsonst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.9.2011 – Bye bye Cooks Beach Holiday Park

Nach 3 Nächten sind wir dann von diesem schönen Fleckchen Erde losgezogen weiter gen Süden. Wir müssen ja Arbeit suchen. Hoffentlich finden wir diese in Tauranga. Auf dem Weg dahin wollen wir weitere Stopps einlegen. Aber Spätestens am Samstag dort sein. Um Geld zu sparen ist wieder wild Campen angesagt. Unsere Sachen sind gewaschen und wir haben die letzten Tage die Annehmlichkeiten einer ordentlichen Unterkunft genießen können. Und dazu sind wir auch mal wieder gewaschen. Amazing. Am Abend nach den üblichen Pausen sind wir am ersten Etappenziel angekommen. Einem Gebiet mit alten Goldminen Schächten mit einem sehenswerten 500 m langen Tunnel und einigen netten walking tracks. Wie immer waren wir erst recht spät da. Ca. 16 Uhr. Da die Wegbeschreibung (die wir uns in Zukunft immer Fotografieren werden) ungefähr von einer Dauer bis zum Tunnel von ca. 1-2 h sprach konnten wir also noch los bevor es dunkel war. Im Reiseführer wurde empfohlen Taschenlampe und Jacke für die Höhlen einzupacken. Dieser Empfehlung kamen wir glücklicherweise nach. Es hatte, wie in letzter Zeit häufig, über den Tag stark geregnet und der erste Teil des Weges war überraschenderweise ziemlich matschig. Zusätzlich hieß er race water c(o)urse und das nicht ohne Grund. Also wie gesagt – matschig. Das konnte uns jedoch nicht davon abhalten ihm weiter zu folgen. Bis wir bei einsetzender Dämmerung den ersten Tunnel (nicht ausgeschildert) entdeckten. Also direkt hinein. Drinnen nach 2 min. Fußmarsch die ersten Monsterinsekten die ich hier gesehen habe. Die Wetas. Ein Exemplar mit Fühlern geschätzte 15 cm groß. Wer mich kennt weiß das ich schon Spinnen hasse, aber das, igitt. Naja, Carlos hatte seine Freude mit ihnen und damit mich auszulachen. Nur das niemand so schön eine Zigarette halten kann wie Mr. Craps. Geduckt sind wir weiter durch den alten Schacht. Ca. 100m tief. Die Decke geschmückt mit Glühwürmchen. Bei absoluter Dunkelheit (ausgeschalteter Taschenlampe und wenn mal niemand Fotos mit Blitzlicht gemacht hatte, sah es wunderschön aus). Dann kam eine Abzweigung mit 2 Holzverschlägen. Es war bereits je ein Brett herausgebrochen zum durchsteigen. Wir sind auch durch und kamen in eine tolle schmale natürliche Höhle mit sehr hoher Decke. Eher eine Felsspalte. Und dort bot sich ein Sternenhimmel von Glühwürmchen bei Dunkelheit. Absolut unbeschreiblich und leider mit ner normalen digicam auch unphotographierbar. Hinter der hohen Felsspalte wurde das weitere vorrankommen durch Wasser abgesperrt. Da konnten auch Carlos Goretex Schuhe nichts gegen machen. Es wurde schnell zu tief. Wir sind dann schnellen Schrittes wieder aus der Höhle heraus, vorbei an den Wetas (bäääh). Nun war es schon fast Dunkel und wir hatten keine Ahnung wo lang weiter. Die Wege hier sind schlecht ausgeschildert. Wir entschieden uns dann nach unseren typischen abschweifenden und ausufernden Diskussionen weiterzugehen statt umzukehren. Aber diesmal war es eine gute Entscheidung. Wir sind innerhalb von ca. 1h halb laufend halb rennend zum wild campingplace zurückgekommen. Glück gehabt. Wir haben uns auf dem Weg zurück schon überlegt wo wir übernächtigen wollen. Glücklicherweise kam es nicht mehr dazu und wir beendeten den Abend wie so oft mit einem Film bei Regen.


16.9.2011 - maybe work instead of travel in Tauranga

Am Morgen sah Carlos Reifen irgendwie eigenartig aus. Scheinbar zeigte der mit dem Auto gekaufte „Nagel“ im vorderen rechten Reifen endlich Wirkung. Nahezu die komplette Luft ist daraus über die Nacht entwichen. Weit kommt er so nicht mehr. Also sind wir langsam über den gravelroad von der Goldmine zur Hauptstraße zurück gefahren. Ich erinnerte mich an der Ecke eine Tankstelle mit Werkstadt gesehen zu haben. Und Glück im Unglück (davon hat Carlos mehr als genug) war es auch so. Er musste nicht einmal einen neuen Reifen kaufen. Der Mechaniker hat die Schraube entfernt und den Reifen geflickt. Und das für nur 20$ in 30 min. Wir konnten weiter und haben nur noch in Whangamata Halt gemacht. Ich wollte unbedingt einen Burger bei dem berühmten Soulburger Restaurant essen. Da ich nicht so viel Glück wie Carlos habe machte das Restaurant aber erst 17 Uhr auf. Wir waren bereits 12 Uhr da und hatten keinen Bock so lange zu warten. Muss ich wohl nochmal wieder kommen. Somit weiter bei starkem Regen bis nach Tauranga. Zum Arbeiten und wir hatten uns mit ehemaligen Verandahs Insassen zum Rugby Japan – All Blacks verabredet.In Tauranga anfekommen sind wir wie üblich zum ersten MC Donalds gerannt den wir entdecken konnten. Netbook an und ins Internet. Wir haben uns ein Hostel rausgesucht und haben eingecheckt. Da Carlos kaum noch Geld diesen Monat hat und erst nächsten Monat weider welches bekommt haben nur Sebi und ich ein Zimmer bezogen. Ich bin danach mit Carlos (hab beim Münzwerfen verloren, aber ich glaub Sebi hat mich über den Tisch gezogen) zu seinem "Schlafplatz" gefahren. Eine Seitenstraße gegenüber von einem Sportplatz. Dann haben wir gemeinsam ein Fort für ihn gebaut. Wir haben das ganze Zeug das er so im Auto hat so gestapelt das er sich darunter verkriechen kann ohne gesehen zu werden. Anschließend haben wir uns mit den Mädels getroffen. Eigentlich wollten wir das Spiel All Blacks gegen Japan sehen. Nur leider haben wir es verpasst. Wir haben uns eigentlich 20:00 Uhr getroffen, sind dann zum Liquor Store gelaufen und haben den abendlichen Einkauf gemacht. Ein paar Schlücke nach sit in manier außerhalb der liquor ban Area und ein verletztes Kinn (Alisa :-)) später sind wir zurück zum Hafen. Nur das Spiel war dann natürlich auch wieder vorbei. Stattdessen sind wir anschließend in einen Irish Pub gegangen um den Abend ausklingen zu lassen. Ein bisschen standard live Musik (Sweet home alabama und blur-blur) gab es und betrunkene beim Tanzen beobachten. Das wars eigentlich auch schon.

 

 

 

Ach ja, sollte man sich Gedanken machen wenn man auf der Innenseite der Hostel Toilette so ein Zettel an der Tür findet?

17.9.2011 - nothing to do in tauranga

Carlos berichtet von seiner aufreibenden Nacht. 2 Mal hat die Polizei reingeleuchtet, er hat sich versteckt und wurde zum Glück nicht gesehen. Das Fort hat somit funktioniert. Leider haben die Bibliotheken hier in Tauranga kein free wifi, also haben wir bei MC Donalds geschnorrt. Ohne essen diesmal. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf schlechtes Fastfood. Nach vielen Jobgesuchen und Telefonnummern von Jobs bin ich mit Carlos zum Angeln in die Marina von Tauranga gefahren. Die Stadt Tauranga an sich ist nicht so schön oder besonders. Es hat ein wenig von einer Großstadt, ist sehr touristisch und sicher gut zum Geld verprassen das wir nicht mehr haben. Daher denke ich ist es besser hier wieder weg zu fahren. Ich hab einige Nummern gesammelt von Farmen in der Nähe. Probieren dort unser Glück. Aber den Mount Manganui müssen wir uns noch angucken. Der soll sehr schön sein. Bin gespannt wie schön. Und hoffentlich macht das Wetter mit.