Auch wenn wir durch diesen Trip die Eröffnung des Rugby Worldcups verpassen - oder grade deswegen - sind wir wieder unterwegs. Damit es günstiger für uns alle wird haben wir noch Amy aus Malaysia, Luisa aus DT/IT und Almuth aus DT eingepackt und sind ins Coromandel Gebiet, südöstlich von Auckland, aufgebrochen. Nach drei Tagen wollten die Mädels alle am Fr. wieder nach Auckland zurück. Ob es an uns lag oder die Worldcup-Eröffnungsfeier als Vorwand genommen wurde, ist mir nicht klar :-).

Wie immer viel Spaß beim Lesen

J

6.9.2011 Paeroa, most dangerous city of nz

Losgefahren sind wir nach der üblichen Wartezeit, alle aufwachen, frühstücken, Sachen packen, ins Auto räumen,Tanken, reifen aufpumpen und den Weg finden. Zu sechst ist es noch viel schwieriger alles unter einen Hut zu bekommen. Zu viert war es dann doch einfacher. Insbesondere die Auffahrt zur Autobahn zu finden und dann auch noch die in die richtige Richtung nach Süden stellte sich als zeitraubende Angelegenheit heraus. Erst durch mithilfe eines locals, der für uns extra vorgefahren ist, haben wir 3 Autos die richtige Auffahrt finden können. Nichtsdestotrotz bin ich noch mehrfach falsch abgebogen und Carlos hatte Probleme mit dem Anfahren bei den krassen Steigungen in Auckland. Bin ich froh eine Automatikschaltung zu haben. Gemeistert hat er die Strecke dennoch sehr gut. immerhinwar es das erste Mal links fahren mit links Schaltung. Sebi is währenddessen nach Hamilton Almuth abholen die aus Wellington extra morgens um 7 los ist um mitkommen zu können. Währenddessen haben wir unzählige Stopps auf dem Weg nach Paeroa eingelegt. Angel Stopps. Nur gefangen wurde leider nix. Endlich in Paeroa (der gefährlichsten Stadt NZ) haben wir uns bei Free Wifi und Big Mac getroffen. Paeroa ist für das berühmte und leckere NZ Getränk L&P bekannt. Früher wurde es hier Produziert. Mittlerweile in Auckland. Da die Stadt sonst nichts zu bieten hat weisen zwei riesen L&P Flaschen auf dieses Vermächtnis hin. Unser Lager konnten wir hinter dem einzigen Supermarkt im Ort aufschlagen auf einem öffentlichen und besser noch kostenlosen Campingplatz aufschlagen. Eigentlich war es eher eine Parkzeile mit 2 Toiletten direkt hinterm Countdown. Hinter uns Countdown, vor uns ein künstlicher Damm, dahinter das „Ghetto“. Da es schon spät war gab’s nur noch was zu Trinken und dann ging es ab ins Bett.

7.9.2011 Coromandel, Hippies und entschleunigtes Reisen

Am nächsten Morgen haben mich alle informiert das es nachts einen Katastrophenalarm gab. Ich habe davon natürlich wieder nix mitbekommen. Scheinbar habe ich wie immer Bombenfest geschlafen. Frühstück haben wir ausfallen lassen. Sebastian hatte 3 Wochen bei einer Motoradwerkstadt gearbeitet, was wiederum mir die Chance gab mein Ölwechsel durchführen zu lassen. Die anderen sind währenddessen die „Sehenswürdigkeiten“ besichtigen gegangen, während wir in den Nachbarort (Thames) gefahren sind um eine paar Teile zu kaufen (Ölfilter, Luftfilter und Frontboxen, da meine geknarrt haben). Als dann alles erledigt war und ich wieder ein ruhigeres gewissen haben konnte sind wir dann weiter nach Thames um zu shoppen. Warehouse MC Do, und Pack’n Safe. Endlich fertig konnten wir uns 17 Uhr Richtung Coromandel aufmachen. Stopps gab es keine mehr. Nach einer zügigen Fahrt in Coromandel angekommen sind wir im Dunkeln nur noch auf einen Campingplatz gefahren und haben frischen Fisch (von Carlos und Ally in Paeroa gefangen) mit Reis und Gemüse gegessen und anschließend the Ring geguckt. Fast alle sind eingeschlafen. Ich Mag den Film der Bibi aber nich Ich glaub der hat‘s nur ned gerafft :-).

08.9.2011 von Coromandel nach Cooks Bay mit a lot of bass

Endlich konnten wir wieder mal in Ruhe Frühstücken. In einer richtigen Küche. Dann haben wir schnell geduscht (50c für 4 min). Ich habe schlauerweise 2x 50c reingeworfen. Aber die Idiotische Duschautomat erwartet scheinbar, dass man nackt aus der Dusche rausläuft und nachlegt. Ich hatte somit trotzdem nur die 4 min. Carlos ging dann angeln während ich mit Almuth die erste Box eingebaut habe. Für mich das erste Mal im Leben das ich irgendetwas am Auto gepimpt habe. Wir mussten die komplette Seitentür aufbauen und das Plastikgehäuse aussägen. Aber es hat geklappt und nu habich super Sound, zumindest links. Währenddessen sind die anderen dann schon los zur cathedral cove und zum Wasserfall. Nach dem Umbau sind dann auch wir los. Haben uns natürlich direkt wieder verfahren. Also mussten wir fragen und wollten uns einen Kaffee genehmigen. Großer Fehler. Zufällig sind wir in eines der besten Cafés geraten das es in der Coromandel Region gibt. Das Driving Creek Café. Der Polnische Inhaber bequatschte uns das wir keinen Coffee 2 go nehmen sollten sondern erst mal hinsetzen und relaxen sollen. Das war der beste Tipp überhaupt. Wir haben tollen Kaffee, öko baked Potatoes genossen. Das zweite Gericht habe ich vergessen. Kostenloses schnelles Internet gab es obendrein. Somit haben wir den Tag total entspannt genossen. Als wir uns dann endlich von diesem großartigen Ort lösen konnten wurden wir auf die alte Trainstation um die Ecke hingewiesen. Also sind wir da auch noch hin. Nach kurzem Fußmarsch, einem Abstecher in eine „Kirche“ (eher ein Hippie relaxing room) kamen wir bei der Gold digger Trainsstation an. Die Züge wurden damals scheinbar zu Wohnräumen umgerüstet und dienen nun als Behausung für einige Aussteiger. Der kleine WWF Park nebenan war leider nicht mehr geöffnet. Dafür war die Plantnursery offen und wir konnten unterschiedlichste Pflanzen bestaunen und die frei rumlaufenden Hühner. Dann sind wir zurück, haben uns den Weg beschreiben lassen um auf die Ostseite zu kommen. Natürlich haben wir uns trotzdem verfahren. Also 50km kranker gravel roadmit furchtbaren Kurven, steilen Hängen und kleinen kreuzenden Bächen. Leicht wirr im Kopf, vielleicht durch die Kurven oder aber die laute Musik, haben wir die 50 km hinter uns gebracht und uns mit den anderen am Cooks Beach getroffen. Nach kurzem Strandgang für Ally und mich gabs Fish and Chips (Hamburger, diesmal n leckerer). Nach längerem Suchen hatten wir unseren Campingplatz gefunden. 15$. Die Frau an der Rezeption wartete nicht lange damit das sie einen Spa Bereich mit Pool und außen Yakuzi zu bieten hat. Dann wussten wir, wir bleiben. Schnell bezahlen, schnell parken, schnell die Badehose an und ab in 60° heißes Wasser. So lässt es sich leben. Schon da haben wir beschlossen, wir kommen wieder. Anschließend haben wir den 140 cm Flat TV mit SKY und die super coole Industrieküche bewundert. Leider hatten wir nix zum Kochen dabei, aber wir hatten ja auch grad erst gegessen.

09.9.11 – Coromandel again

Am nächsten Morgen war Carlos so nett die Mädels nach Thames zu bringen. Ich habe meine Chance genutzt um mich nach der unglaublichen kalten Nacht aufzuheizen. Also ab in Pool, schön Gefrühstückt und anschließend die 2te Box eingebaut während wir auf Georg und Julia gewartet haben (sind direkt nach unseren Infos mit dem Yakuzi vorbeigekommen). In Cormandel haben wir uns dann mit Carlos in meinem Lieblingskaffe getroffen und sind dann wild campen zwischen Coromandel und Fletcherbay gefahren.Es gab Nudeln, wieder. Carlos und mittlerweile auch Bibi futtern nur noch Spaghetti. Ich hab angefangen mir Sandwiches zu basteln. Günstig und man muss nicht kochen. Während des Essens fuhr mehrfach ein Hippiebus vorbei, ohne Licht, mit schreienden Insassen und quietschenden Reifen mehrfach vorbei. Ich hoffe das Lag am Rugby Worldcup Start. Nachts hat sich dann ein Polizeiwagen neben Carlos gestellt. Und obwohl er keine Vorhänge im Auto hat und sie ihn haben schlafen sehen haben sie uns in Ruhe gelassen und sind ohne zu Fragen wieder abgezogen. Nach kurzer Aufregung konnten wir dann wieder weiter schlafen.

10.9.11 – Opi am Morgen, Fletcher Bay am Abend

Am nächsten Morgen berichtete Bibi, das um 7 Uhr noch n verrückter vorbei kam. Ein 70 jähriger Opa hatte angehalten und ganz entspannt einen Joint geraucht. Carlos und ich hatten noch geschlafen und der alte Fragte Sebi ob er uns wecken soll. Er wollte sich hinter uns stellen und laut hupen. Wie die Sirene hätte ich‘s bestimmt wieder nicht mitbekommen. Jedenfalls hat Bibi ihn davon ab bringen können. Ohne Frühstück sind wir dann von diesem komischen Ort weg. Es kam nämlich erneut ein Fahrzeug mit schreienden Leuten vorbeigerast. Keine Ahnung was das hier ist. Wir sind dann tanken und weiter eine wunderschöne, jedoch staubige Straße entlang bis hoch zurFletcher Bay. Dort konnten wir in einem DOC Reservation camp übernachten. Normalerweise geht das auch kostenlos wenn man früh genug am nächsten Morgen abhaut, wir mussten diesmal leider bezahlen da wir vom Besitzer darauf hingewiesen worden sind. 9$ für Plumpsklo und nix weiter, da waren 15 für Spabereich eher nach unserem Geschmack. Carlos jedenfalls ging bei schönstem Wetter Angeln und wir konnten endlich unsere Boogieboards einweihen. Zum ersten Mal, hat super Spaß gemacht, nur der Wellengang hätte besser sein können. Aber so konnten wir gefahrlos etwas üben und uns eingewöhnen. Carlos hat trotz Daumendrücken und Muschelsuche (als Köder) kein Glück. Leider kein Fisch, daher ihr Ahnt es, gabs wieder nur Nudeln. Bääh, also habe ich wieder Sandwiches gegessen. Zur Abwechslung haben wir dann am Abend Holz beschafft und ein schön großes Lagefeuer gemacht um uns daran zu wärmen und den Feuerteufel freien Lauf zu lassen. Es gab tolle Feuereffekte und Bilder und warme Beine. Leider hatten wir keine Alkoholischen Getränke besorgt. Bier wäre so passend gewesen. Das Besorgen wir dann fürs nächste Feuer. Haben wir uns fest vorgenommen.

11.9.11 nach Fletcherbay return of Coromandel, reloaded

Nach dem tollen Wetter gestern gab es heute starken Regen und wir mussten schnell aufbrechen, ohne Frühstück. Auf dem Hinweg mussten wir ein kleines Bächchen überqueren. Auf dem Rückweg war es schon fast ein kleiner Fluss. Hätten wir noch länger gewartet wären wir möglicherweise gar nicht mehr zurückgekommen. Bei strömenden Regen und abenteuerlichen gravel road gab es nun echte Boogieboard Wellen. Allerdings für Fortgeschrittene. Angehalten haben wir nur an der Stelle wo ein toter Wal vor Wochen angespült worden war. Lebende Modelle sind mir lieber, aber beeindruckend war das riesige Säugetier trotzdem. In Coromandel angekommen ging es wieder ab ins Driving Creek Café. Sebi hat sich durch die Karte gefuttert, Carlos und ich haben uns mit Kaffee und Tee begnügt. Wie immer vorzüglich. Dann gab es noch im Ort Fisch and Chips und die Suche nach einem Schlafplatz an einer einsamen Bergstraße.

12.09.2011 – Cooks Beach / Hot Water Beach und Yakuzi

Nach einem kurzen Abstecher in der Werkstatt (Shocks) fuhren wir weiter die Küstenstraße zum Hot Water Beach herunter. Loch graben, einkaufen und im Holiday Resort Baden und gammeln.