Hi Leute,

nach längerem gibts mal wieder ein Lebenszeichen auf meinem Blog. Wie schon erwartet ist tägliches schreiben nicht durchzuhalten und die Lücken werden größer zwischen den Beiträgen. Dafür diesmal umso mehr und mit dem Thema 7 Tage Camping in den Northlands.

Viel Spass beim lesen,

J

 

 

Einleitung

Einen Tag bevor unser „geplanter“ Trip starten sollte gab es morgens von Sebastian, für jeden der irgendwann beim Frühstück erschienen ist, Crêpes. Dabei hat er Tante Almuth getroffen. Im ersten Satz hieß es: sie möchte einen Tag später nach Paihia, Bay of Islands. Mit dem zweitem Satz hatte Sebibi (Sebastian) sie dabei. Da wir eh vorhatten in diese Richtung nach Cap Reinga zu fahren passte das also perfekt und wir konnten uns gut die Spritkosten teilen.

Dienstag 23.08.2011 - Start des Trips bis 28.8.2011:

Carlos ist mal wieder viel zu spät aus dem Bett gekommen. Almuth, Sebastian und ich mussten also warten. Wir sind nicht wie geplant zwischen 9-10 sondern zwischen 10-11 aufgebrochen. Da wir dann noch Tanken mussten und die Reifen aufpumpen, war es am Ende dann sogar schon 12 Uhr bis wir endlich los sind. Da wir nicht wie geplant vorher eingekauft hatten mussten wir auch noch einen Stopp bei einem Pack ´n Safe machen um die ersten Dinge fürs Essen, Trinken und Campen einzukaufen. Pack ‚n‘ Safe ist riesig und wir wollten jeden einzelnen Gang ablaufen um uns einen Überblick zu verschaffen. Endlich fertig knurrte schon wieder der Magen. Glücklicherweise war der nächste MC Donald um die Ecke. Diese Aktion kostete weitere 2h und wir waren nur ca. 30km vom Hostel entfernt. Also hatten wir den Weg bis nach Paihia in relativ kurzer Zeit runterzureißen. Immerhin ca. 4h Fahrweg lag vor uns. Und das bei den Straßen hier in NZ. In Deutschland kann man direkt und ohne viele Umwege oder Kurven von A nach B kommen. In NZ ist das ganz anders. Höchstgeschwindigkeit auf „Autobahnen“ (eigentlich eher Landstraßen) ist 100. Meist schafft man das Tempo aber nicht zu halten. Es gibt hier auf den Strecken soooo viele Kurven und Steigungen sodass das maximal Tempo schwer zu erreichen ist.

Paihia

Viele Kühe, Schafe, schleichende LKWs, kleine Städte und Dörfer später kamen wir endlich in in Paihia an. Es war tolles Wetter und das Küstenörtchen zeigte sich von der besten Seite. Almuth hatte dort ein Hostel für drei Nächte gebucht und wir wollten ja Campen. Wild, um uns die Kosten für die Unterkunft zu sparen. Somit haben wir uns eine nette Stelle am Strand ausgesucht und unser Lager dort aufgeschlagen. Es war schon spät und begann dunkel zu werden. Also haben wir uns mithilfe von Taschenlampen Licht gemacht und unter widrigen Bedingungen Essen gekocht. Gar nicht so einfach auf Campingkochern etwas warm zu bekommen wenn zusätzlich noch Wind geht. Aber am Ende gab es dann irgendein eigenartiges paniertes Beef und Reis mit Ketchup. Nicht grade lecker oder gesund aber irgendwann ist einem das auch egal.

Nachdem wir Almuth über den Strand zurück zu ihrem Hostel gebracht hatten, trafen wir auf dem Rückweg auf eine Krabbe, die scheinbar Kettenraucher und Alkoholiker zugleich war. Carlos hat ihr eine Zigarette in die Hand gegeben die sie gar nicht mehr loslassen wollte. Dabei sind echt coole Bilder entstanden. Das nächste Mallboro Maskottchen ist gefunden. Ein paar Bier später, mit Camping Stühlen im Watt sitzend und auf die Flut wartend sind dann auch wir endlich schlafen gegangen.

Am nächsten Morgen war der Parkplatz nicht mehr so leer wie am Abend. Einige Touristen guckten etwas irritiert als wir in Boxershorts aus den Autos stiegen. Sogar ein mobiler Coffeshop stand nur 50m entfernt. Wie praktisch. Da es schon weit nach 10 war haben wir „schnell“ gefrühstückt. Dann war es schon ca. 13 Uhr und wir hatten nicht mehr viel Zeit da es 18 Uhr anfängt dunkel zu werden. Wir haben uns zu viert Kajaks ausgeliehen und haben die erste kleine Insel erkundet. Verglichen mit Paddeln auf einem See ist Paddeln auf einem fast offenen Meer sehr viel anstrengender. Wir wurden ziemlich nass dabei, da man bei Seekajaks eher auf als in dem Boot sitzt. Carlos hat versucht zu fischen, doch an diesem Tag wollte nix anbeißen. Als es dunkel geworden ist sind wir auch zurückgefahren. Diesen Abend kam dann die Polizei vorbei und hielt. Carlos und Sebi waren bereits im Auto und Almuth und ich haben mithilfe von Taschenlampen aufgeräumt. Das zog scheinbar das Interesse der Polizei auf sich. Sie hielten, fragten ob alles in Ordnung sei und ob wir nur Abendbrot essen (natürlich J, nur Abendbrot). Dann wollten sie wissen ob wir Alkohol dabei hätten. Wir haben auf den vorderen Tisch mit den Taschenlampen gezeigt, der glücklicherweise frei von Alkohol war. Der stand nämlich auf dem Tisch hinter uns den wir verdeckt haben und nicht beleuchteten. Ich denke die haben sich ihren Teil gedacht und sind dann weiter gefahren. Auf wild Campen steht eine Strafe von 500$, also Glück gehabt.

Nach zwei Tagen hatten Carlos und meine Wenigkeit kein Bock mehr auf Wild Campen und wir haben das Hostel von Almuth belagert. Duschen, ein ordentliches Bett und Strom ist schon was Tolles. So schnell kann man sich nicht entwöhnen lassen. Jedenfalls haben wir um 10 Uhr eingecheckt. Dann haben wir uns einen kleinen Spaß mit Almuth erlaubt. Wir haben ihr nicht gesagt, dass wir uns eingemietet haben. Bereits einen Tag vorher haben wir heimlich unseren Abwasch im Hostel gemacht. Diesmal war sie weg und kam wieder als wir in der Küche standen und unser Camping Geschirr abgewaschen haben. Den Blick hättet ihr sehen müssen. Und die ersten paar Minuten hatten wir es ihr nicht gesagt und man hatte die Angst in ihren Augen gesehen, dass sie rausfliegen könnte. Danach haben wir uns darüber kaputtgelacht. Wir hatten dann Bock auf, ja genau, Kajak fahren. Diesmal ohne sie. Da sie für einen Bootsausflug früh aufstehen musste. Also sind wir erneut Fischen und Paddeln gewesen. Naja, Carlos war fischen und wir waren paddeln und die kleinen Inseln erkundet die sich in der Bay of Island befinden. Sehr schöne unbewohnte kleine Paradiese …

…nur die Sandflies sind ätzend. Wir sind alle so zerstochen worden. Das schlimme ist, die sind nicht nur im Sand. Man findet sie an jeder Ecke nahe dem Wasser. Ihr könnt euch nicht vorstellen, diese Dinger sind viel kleiner als Mücken, sehen eher aus wie Obstfliegen, beißen in die Haut und reißen ein Stückchen raus. Das tut so weh, dass es zwickt und man drauf hauen muss. Leider ist es dann schon zu spät und man hat ungefähr 2 Wochen was von dem Biss. Es beginnt ungefähr 3 Tage später zu jucken. Am Anfang so stark das man kratzen muss. Bei Mücken hat man meist ein paar Stiche. Ich habe aktuell mehr als 30. Pro Bein. Und es juckt grad wieder…

… die Inseln waren jedenfalls sehr schön und wir haben 4 Stunden mit Paddeln und Angeln verbracht und sind letztendlich wieder, als es zu dämmern begann, zurück an Land gegangen. Völlig durchnässt, zitternd vor Kälte und von Sandflies zerstochen. Zumindest konnten wir uns auf Reis mit Dosen Butterchicken und fangfrischem Fisch mit Kartoffeln, ein warmes Bett und eine heiße Dusche freuen. Aber Ehrlich gesagt, das Butterchicken aus der Dose war wiederlich – nie wieder. Außerdem haben wir dann noch Grillwürste von anderen Backpackern probieren können. Die waren auch wiederlich. Nachdem das erledigt war wollten wir zum Liquor Store der, wie sollte es anders sein, seit 22h zu hatte. Also sind wir direkt in die Dorfdisco, dem XBase Pipi (toller Name, was?) gegangen um zu „feiern“. Nur leider war die Gesellschaft nicht soo ansehnlich. Ein paar männliche Kiwis und ansonsten nicht viel Attraktives. Somit mussten die Whisky Cola Drinks und die akzeptable Musik ausreichen. Leicht angetrunken sind wir dann über den Strand zum Hafen und zur Bibliothek gelaufen. In NZ gibt’s dort kostenlos Internet. Dort angekommen mussten wir feststellen - leider nur zu den Öffnungszeiten. Wenigstens habe ich auf dem Weg dorthin zwei aktuelle Tanzschritte gezeigt bekommen. Mittlerweile habe ich sie natürlich wieder vergessen. Lustig war es trotzdem.

Tauranga Bay

Am nächsten Morgen mussten wir aufbrechen um Cape Reinga näher zu kommen. Wir sind nach dem Frühstück nochmals zum Hafen und zur Bibliothek gefahren um diverse Dinge zu erledigen. Und plötzlich war es wieder 14 Uhr. Somit sind wir auch diesen Tag nicht so weit gefahren wie erhofft. Dafür haben wir facettenreiche wunderschöne Buchten mit klarem blauem Wasser passiert und sind letztendlich an der Tauranga Bay kleben geblieben. Carlos hatte einen Tipp von Grete (eine Freundin) bekommen das man dort gewesen sein muss. Und Recht hat sie. Wir sind ausgestiegen und Wow. Hier mussten wir bleiben. Zufälligerweise gibt es direkt vor Ort einen Campingplatz mit warmen Duschen und einer Küche …. Ich war das erste Mal in Neuseeland und im Südpazifik baden bei tollen Wellen und klarem, salzigem Wasser. Nur ein wenig kalt war es. Aber nach ein paar Minuten stört einen auch das nicht mehr.

Wie so oft haben wir dort weitere Deutsche getroffen. Julia und Georg - ein nettes Pärchen aus Augsburg - haben mit ihnen gemeinsam Hotdogs auf dem Campingkocher zubereitet und das kühle Bier genossen. Jammi! Nach einer langen Nacht, viel Wind und lautem Meeresrauschen unter klarem Sternenhimmel gab es Frühstück. Ach nein so lang war die Nacht nun auch wieder nicht, um Acht Klopfte Georg und Julia an unsere Autoscheiben. Denn die wollten früh weiter. Ihr Auto sprang jedoch wegen des Morgentaus nicht mehr an. Also musste das Frühstück warten und wir haben stattdessen ihren Bus über den Campingplatz geschubst. Ohne Erfolg. Der Besitzer des Campingplatzes hatte unser Treiben beobachtet und hilfsbereit, wie Kiwis eben sind, seine Boots Autobatterie gegen die im Bus ausgetauscht. Nachdem dies auch nix half hat er den Bus hinter seinen Pickup Truck gespannt und Georg ein paar Runden im Bus gezogen bis er endlich wieder Ansprang.

Erschöpft und ausgezehrt aber nicht mehr müde sollte das Luxusfrühstück kommen. Gebratenen Speck, (Se)Bibis (Sebastian hasst diesen Namen) berühmten Eierkuchen / Pfannkuchen, Obst, Toast und Müsli. Erst ging der Gasherd gar nicht. Dann ging er zu gut. Die Pfanne von Bibi hatte sich durch das Sprühfett selbst entzündet und ist nun durch die Hitze total verbeult. Die ersten vier Eierkuchen angebrannt. Ally (Tante Almuth) musste die Toasts zwei Mal Toasten weil sie nach dem ersten Mal noch weiß waren. Da nach waren sie aber pechschwarz und die Sichtweite in der Küche betrug ca. 2m. Also ein durchaus gelungener Start in den Morgen. Oder besser Mittag. Wir haben uns es aber nicht nehmen lassen dann doch noch etwas am Strand der Bucht entlang zulaufen und haben das tolle Wetter genossen.

Cape Reinga

Weiter ging es nach Cape Reinga, 4h fahrt. 4h Kurven. 4h schlechte Musik. Dafür eine tolle Aussicht auf die schicke Landschaft und die Sattgrünen Hügel im Norden. Die Benzinnadel kurz vor Ende der Skala, wir Tanken. An der letzten Tankstelle vor Cape Reinga, noch ca. 100 km entfernt. Mit Benzinpreisen wie in Deutschland und einem Hinterwäldler wie man sich ihn an solch einer Tankstell vorstellt oder aus Filmen kennt. Aber wir mussten Tanken. Dann sind wir amüsiert weiter bis nach Cape Reinga.

Dort konnten wir, wie fast die ganze Zeit unseres Trips, unter der strahlenden Sonne und wolkenfreiem Himmel den nördlichsten Punkt Neuseelands genießen. Hier Treffen der pazifische Ozean und die Tasmanische See aufeinander. Manchmal sogar bei 10m hohen Wellen. Doch wie gesagt bei uns war tolles Wetter und das Meer ungewöhnlich ruhig. Es gab einen Leuchtturm, ein Schild mit km Angaben, z.B. nach London (warum war Berlin nicht dabei?) und am wichtigsten eine großartige Aussicht. Am Abend haben wir auf den Campingkochern ordentliches Essen gemacht. Bratkartoffeln und dazu eigenartiges Fleisch gegessen. Insgesamt war das Essen echt lecker. Nur Sebastian hat es scheinbar nicht geschmeckt. Er hat seinen Teller direkt über seinen Schoß entlehrt. Ich find er hätte wenigstens vorher fragen können ob wir’s essen wollen. Gecampt haben wir am nördlichsten Campingplatz Neuseelands. Im nirgendwo. Wiedermal an einer schönen Bucht.

Am nächsten Morgen bin ich mit Carlos angeln gegangen, Sebastian ist halb nackt am Strand rumgerannt. Eigentlich wollte er lesen. Aber die Sandflies waren unersättlich und ohne sich zu bewegen konnte er es nicht aushalten. War lustig das Treiben von weitem zu beobachten. Insbesondere als er an 2 Mädels vorbeirannte wovon die eine nackt baden war und er es nicht einmal bemerkte. Naja, Ally is jedenfalls in die andere Richtung am Strand entlang gelaufen und Carlos und ich sind an den Klippen entlangspaziert um zu einem schönen Angelplatz zu gelangen. Dort angekommen dauerte es auch nicht lange bis Carlos wieder was gefangen hatte. Da er unbedingt ein Foto wollte musste sollte ich näher kommen, er hielt den Fisch hoch. Die Angel hatte er hinter sich gelegt. Tja und 30 sek. Später kam eine größere Welle und weg war seine 200 $ Angel. Hinterherspringen wär zu gefährlich bei den Felsen und der starken Brandung. Naja, wenigstens hab ich ein letztes Foto. Wenn man das Bild groß macht und genau guckt kann man noch die Spitze der Angel in der Welle sehen. Immerhin nahm er es gelassen. War ja auch nicht das erste was er hier verloren hat und sicher auch nicht das letzte.

 

 

 

 

 

 

 

 


Ahipara

Da wir dann auch wieder weiter mussten, schließlich waren es nur noch 3 Tage bis wir in Auckland zurück sein mussten. Also sind wir so schnell, wie es für unsere Verhältnisse ging, zurück bis nach Ahipara. Zwischendurch haben wir mehrere Stopps an tollen Orten eingelegt. Z.B. bei riesigen Sanddünen auf denen man mit Boogieboards runterrasen kann. Leider hatten wir da noch keine. Also mussten wir uns damit begnügen die Dünen runterzuspringen und zu rennen. War trotzdem nett. Insbesondere als ich mich nahezu überschlagen habe. Heil in Ahipara angekommen haben wir dann mal wieder bei MC-Donalds gestoppt. Free Wifi und gegenüber im Warehouse (Sowas wie Höffner nur billig) konnten wir unsere Campingausstattung vervollständigen (u.a. Kerzen und Plastikkisten). Wie alles bei uns immer ewig dauert waren wir auch diesmal erst nach 2-3h fertig damit. Nur um danach weitere 60 min. in einem Countdown (Supermarkt) die Vorräte aufzustocken. Das Camper leben ist schon ganzschön anstrengend. Als wir dann fertig waren konnten wir endlich unsere Zelte auf einem nahegelegenen Campingplatz aufschlagen. Dort trafen wir auch Julia und Georg wieder und haben erneut Bratkartoffeln zubereitet und ein bisschen was getrunken. Und letztendlich gemeinsam mit anderen Campern einen Film geguckt.

Dann am nächsten Morgen hatten wir Idioten es leider versäumt zum 90 miles beach zu gehen und sind stattdessen direkt nach dem Duschen, mit hässlichen Monsterspinnen, Mittags zu MC Donalds gefahren. Um nochmal das Internet zu benutzen und nochmal das Warehouse zu plündern. Noch während wir aßen hatte Sebibi Durst und ging zum Auto. Dabei stellte er fests das auf der Fahrt zum MC Doof meine Kühlbox bei ihm im Auto umgekippt und ausgelaufen ist. Doch nicht nur das die geschmolzenen Eiswürfel (gedacht zum Kühlen die Box verlassen hatten, auch die in NZ immer undichte Milchpackung hat ihren Inhalt preisgegeben und sich über sein Auto ergossen. Zum Glück nur über den Teppich und nicht das Bett. Nichtdestotrotz stinkt sein Auto jetzt (er hat‘s noch nicht sauber gemacht) ca. 1 Woche danach so sehr nach vergammelter Milch. Es ist kaum auszuhalten sich auch nur in der Nähe seines Autos aufzuhalten. Bähh, mir kommt‘s fast hoch wenn ich nur daran denke. Arme Bibi. Ich werde wohl die Tage helfen mit Teppichreiniger das schlimmste zu beseitigen.

Mangawhai Heads

Jedenfalls sind wir dann wieder an die Ostküste rübergefahren. Es machte mehr Sinn vom Fahrtweg und es hatte uns dort auch besser gefallen als an der Westküste. Also auf nach Mangawhai. Über Straßen bei denen selbst mir als Fahrer durch die vielen Kurven schlecht geworden ist. Zum Glück war der Abschnitt nach endlosen 50 km vorüber und die Straßen wurden wieder grader. In Mangawhai angekommen wurde es schon wieder dunkel. Wir mussten schnell einen Platz zum Schlafen suchen und sind planlos umhergefahren. Wir haben dann lieber zum Abendbrot beim Fish and Chips Shop gegessen (ich einem der schlechtesten Burger die ich jeh hatte) und nochmals eingekauft. Glücklicherweise hatten wir einen local angequatscht der uns bereitwillig erklärte wie wir zu einem Platz zum Wildcampen kommen mit Bad und netter Aussicht. Da das Wetter stürmisch regnerisch und es bereits dunkel war haben wir abends von der schönen Aussicht nichts mitbekommen. Aber zumindest hatten wir einen Schlafplatz. Draußen war es so ungemütlich das wir uns zu viert in mein Auto verkrochen um einen Film zu gucken. Und dumme Fotos haben wir gemacht.Eigentlich wollte ich eins hochladen aber die sind einfach zu schrecklich geworden.

Als wir alle am nächsten Morgen aufgewacht sind war ich sehr überrascht wie schön doch alles bei tollem Wetter sein kann. Knalliger Sonnenschein, kein Wind. Bestes Wetter zum Frühstücken. Dann haben wir die nähere Umgebung erkundet. Carlos wollte wieder Angeln. Er hat sich nämlich ein Tag zuvor, nach dem schweren Verlust, direkt eine neue gekauft. Es war grade Ebbe und wir konnten in FlipFlops über die Steine zu den vorgelagerten Inseln laufen. Carlos hat ca. 50 Fische geangelt und wieder reingeworfen, wir haben relaxt und die Sonne genossen. Ein wirklich toller entspannter Tag. Dann waren wir wieder Fish and Chips (diesmal bei einem asiatischen Shop) essen. Besser gesagt ich hatte erneut einen furchtbaren Hamburger. Und anschließend haben wir einen Surfer Shop entdeckt mit reduzierten Boogieboards. Hier ist ja Winter und Bibi und ich haben zugeschlagen. Tja, und dann mussten wir auch schon wieder zurück. Direkt nach Auckland, ohne Stops. Auch wenn es sich mehrfach gelohnt hätte anzuhalten.

Was folgt?

Aktuell Gammel ich im Verandahs rum und mach so dies und das. Nix spannendes. Ich habe schon eine Menge von Auckland gesehen und wenn man einmal weg war nervt ein die Stadt etwas. Ich freue mich schon auf kommenden Dienstag wenn es wieder woanders hin geht.

Es geht möglicherweise in Richtung Coromandel im Nordwesten von Auckland, die Boogieboards ausprobieren. Ich freu mich schon wie ein kleines Kind darauf. Und diesmal ohne fixen Rückkehrtermin und ohne back 2 Auckland, Jieehaa.