momentan sind in der Sonne gefühlt 28° und ich sitze bei wunderschönem Wetter auf der Veranda bei Verandahs und schreibe und bereite die Fotos für den Blog vor. Heute gibt’s nicht so viel zu tun daher kann ich mal wieder einen Artikel einstellen. In den letzten Tagen haben wir recht viel unternommen und es ist mal wieder Zeit zu berichten.

Viel Spaß beim Lesen.

 

 

 

Mein erster Wintertag - 15.8.2011

Heute gab es einen Wintereinbruch. Ihr habt das scheinbar sogar bei euch in den Nachrichten gesehen. Aber zum Glück war das hier in Auckland nicht so schlimm. Über die Nacht war es zwar unglaublich stürmisch aber mehr als das es ein wenig gehagelt hat war es hier nun auch wieder nicht. Die zwei noch verbleibenden Inder haben hier ihren ersten Schnee erlebt. Kann ich mir gar nicht vorstellen aber die hatten ihren Spaß, sind direkt danach rausgegangen um das Winterwetter zu genießen. Es muss wohl ziemlich schlimm weiter im Süden gewesen sein. Christchurch und Wellington sind wohl noch immer eingeschneit. Bei uns haben nur die ganze Nacht die Fenster geklappert und die Temperatur ist um mindestens 15° gefallen. Daher bin ich auch im Hostel geblieben und habe mich um Bewerbungen gekümmert. Dummerweise sind die Häuser hier nicht isoliert sondern bestehen nur aus Holzwänden. Überall zieht es durch und über Nacht fällt die Temperatur bestimmt um 10°. Die Mädels hier rennen abends immer mit Wärmflaschen rum und schlafen auch mit denen. Da ich eh ganz gern kühl schlafe stört es mich nicht so und ich komm mit den Decken hier klar. Nur das Klappern der Fenster nervt.

Abends gab es wieder den berühmt berüchtigten Italienischen Abend mit gutem Wein, Bier, Pizza und Foccacia Brot. Alle durften probieren. Zum Abschluss gab es auch noch einen super leckeren türkischen Schokoladenkuchen von Volkan aka Chocella aus der Türkei. Jammi. Somit nimmt man also beim work and travel in Neuseeland nicht zu weil man so viel Fastfood ist, sondern weil immer alle im Hostel unglaublich leckere lokale Küche zubereiten. Anschließend wieder Spiel und Musik in der Lounge.

 

 

 

Lost in Takapuna/Devonport - 17.8.2011

An diesem Tag hatten Michael (dt.), Louisa (dt.), Volkan (Trk.) und ich spontan beschlossen das wir nicht wieder wie am Vortag nix machen wollen. Also machten wir uns auf nach Takapuna, einem weiteren Bezirk Aucklands, auf der anderen Seite der Bucht. Nach ein paar Navigationsschwierigkeiten bin ich dann das erste Mal über die hier sehr bekannte Harbour Bridge gefahren nach Takapuna gefahren. Wir haben dann dort angekommen die nächstbeste Gelegenheit genutzt das Auto abzustellen und sind losgelaufen um den Ort zu erkunden. Meiner Meinung nach ist Takapuna jetzt nicht so interessant. Okay, es gibt dort einen wunderschönen Strand der zum

Baden einlädt und schicke Villen. Aber ansonsten sieht es dort teilweise aus wie in einem typischen amerikanischen Vorort mit diesen im Kreis endenden Straßen. Die Gegend ist jedoch eine der besseren. Ein Mittelklasse Haus mit Grundstück kostet hier 800.000 NZD, also ca. 440.000 €. Ganz schön viel wenn man bedenkt wie die Häuser hier gebaut sind (Holzbauweise). Wir haben ansonsten ne Menge nette Parks entdeckt und einen spitzen Fisch and Chips Laden auf dem Fußweg nach Devonport. Da ich in Piha negative salzige Erfahrungen mit Fisch and Chips gemacht hatte interessierte mich der Burger für nur 5,40NZD mehr. Und obwohl man für diesen Preis eigentlich nicht viel erwarten kann war es bisher der beste Burger den ich jemals gegessen habe. Tolles

Fleisch, frischer Salat und hier scheinbar üblich rote Beete. Da muss ich unbedingt nochmal hin. Und falls hier mal jemand mal zufällig in Auckland ist sollte er dort unbedingt hin. Gut gestärkt sind wir dann 7 km im Laufschritt hinauf zum Mt. Victoria gelaufen. Die anderen drei waren bisher noch nicht dort oben und die Aussicht ist dort auch wirklich fantastisch. Daher musste ich auch nochmal mit hinauf. Kurze Erholungsphase und im Lauftempo wieder zurück. Es wurde langsam immer dunkler und kälter. Nach bestimmt 2h Fußmarsch hatten wir auch endlich das Auto wieder gefunden. So genau hatten wir uns nämlich nicht gemerkt wo wir es abgestellt hatten. Aber nach ein paar Umwegen war auch das erledigt und wir konnten uns auf den Rückweg machen. Erneut mit vielen Umwegen und 3 Mal die gleiche Strecke, da wünsch ich mir doch ein Navi. Da lernt man es wirklich zu schätzen wenn man eins hat.

Whatipu and Little Huia - 19.8.2011

Diese beiden Orte mit dem wohlklingenden Namen Whatipu und Huia habe ich mit Carlos aus Hamburg besucht. Um herauszufinden wie sie nochmal genau heißen habe ich grade 30 min auf den Karten suchen müssen. Alles heißt hier gleich. Piha, Paihia, Pahi …. Auf jeden war ich mit ihm in Huia und Whatipu. Das liegt nördlich von Piha und liegt am äußeren Ende einer Bucht. Hin kommt man über eine 30 km lange einspurige Schotterstraße. Mit tollen kurven und vielen Steigungen. Da macht fahren Spaß. Insbesondere wenn man sieht wie weit steil und ungesichert es 0,5 m neben der Straße bergabgeht. Daher mach ich mir auch keine Sorgen keinen Airbag zu haben. Der Hilft dann auch nicht mehr. Am Ende der Straße gibt es nahezu nichts. Nichts zum

Einkaufen, nix zum Essen. Nur irgendein komisches Haus wo aber niemand zu finden war. Eigentlich wollte Carlos die Angel mitnehmen. Darauf haben wir aber vorerst verzichtet damit wir uns erst mal umgucken konnten. Am Strand angekommen bot sich mal wieder ein wunderbar breiter Sandstrand mit schwarzen Sand und scharfen Klippen. Menschenverlassen, nur ein paar Angler und eine Robbe die wir beim Klettern in den Felsen aufgeschreckt hatten. Die Angler ließen uns Wissen das es heute nix zu fangen gibt. Daher haben wir beschlossen lieber weiter rumzulaufen und die Gegend zu erkunden. Wie man auf den Bildern erkennen kann hatten wir tolles sonniges Wetter. Anschließend sind wir nach Huia gefahren, ein

typisches kleines Örtchen an der Westküste. Nicht so Hippie mäßig wie Pahia, eher dörflich. Es gab dort einen Laden (Post, Supermarkt und Fish & Chips in einem, und selbstgebackener Kuchen). Und ihr könnts sicher erraten. Ich habe Hamburger gegessen (mit EHEC Sprossen). Leeeecker. Carlos hatte Fish and Chips und auch die waren Spitze. Wenn se hier was können dann Fastfood. Anschließend gabs noch einen Blueberry Muffin und wir waren satt. Eigentlich wollten wir frischen Fisch fangen und essen aber das hat ja wie gesagt nicht geklappt. Auf dem Rückweg nach Auckland haben wir in den endlosen Buchten mehrere Male gestoppt, einen Trinkwasser Stausee besucht und waren dann letztendlich doch noch Angeln. Carlos meinte er müsse mit Schuhen reingehen, ich habe mich dann doch überwunden und bin dort Barfuß rein.

Dort habe ich dann das erste Mal in meinem Leben eine Angel selbst ausgeworfen. Nach ein paar Würfen hatte ich sogar den Dreh raus und musste nicht mehr fürchten mir den Haken selbst irgendwo reinzuhauen. Nur die Fische wollten nicht anbeißen. Aber ich habe demnächst nochmal die Chance was zu fangen. Nur umlegen werde ich ihn nicht. Das muss dann wohl wieder Carlos machen.

Dann sind wir irgendwann durchgefroren endgültig zurück gefahren, natürlich Barfuß.

 

 

Verandahs Tour Waiheke Island - 20.8.2011

Lange geplant und endlich ausgeführt der Trip nach Waiheke Islands. Über ein Facebook Event konnte jeder der wollte teilnehmen. Natürlich wurden auch analoge zusagen akzeptiert. Letztendlich haben wir immerhin zu 10 die Reise angetreten und sind mit der Fähre übergesetzt. Angekommen auf dem ruhigen Eiland am Hafen mussten wir uns für eine Transport Lösung entscheiden. Eigentlich wollten wir ja Fahrrad fahren (hätte ich auch soooo gern gemacht), aber das hat 30$ pro Tag gekostet. Backpacker wollen immer sparen und daher war es tatsächlich am günstigsten einen Kleinbus/Van mit 11 Sitzplätzen zu Mieten. Hätte Carlos nicht verpennt (mussten um 8:15 Uhr los) hätte es perfekt gepasst. Somit musste nur jeder ca. 10$ zahlen. Und wir konnten den

ganzen Tag rumfahren. Der Fahrer war übrigens ich. Linke Seite und diesmal auch noch zusätzlich links Schalten. Garnicht so einfach. Insbesondere bei manchen Steigungen. An einer diesen Stellen habe ich die Kupplung zum Glühen gebracht und der Motor hat mächtig gequalmt. Musste aus dem 3ten in den 2ten dann in den ersten Gang. Bis wir rückwärts gerollt sind. Nach erneutem anfahren mit Handbremse und dem erwähnten qualmenden Getriebe hatten wir es dann doch geschafft. Aber auch das Navi (Sebastian) war defekt oder nicht up to date. Es hat uns ständig den Falschen Weg angesagt. Nach einem Stop bei einem Supermarkt (Picknick) haben wir außerdem diverse stops bei Buchten, Stränden und einem Vineyard machen

Panorama

können. Dort hat uns Sebastian aus unserer Gruppe (dt.) eingeladen zur Weinverkostung. Nochmal danke dafür. Der Wein war köstlich und der Nachmittag großartig. Insbesondere als wir uns entschieden haben einen sehr steilen Aufstieg zu wagen. Der Weg war so unglaublich steil, hab ich in Österreich noch nicht gesehen (siehe Bilder). Aber auch das hat sich wie bisher immer gelohnt. Wir hatten einen hübschen Blick über das Tal und das Meer bis nach Auckland bei bestem sonnigem Wetter. Einen 30m tiefen Steinhölengang mitten auf halber Höhe an einem steilen Hang haben wir auch noch entdeckt. Keine Ahnung wer so etwas baut oder braucht. Zumal diese mitten im nichts endet. Vielleicht weiß das einer von euch und schreibt es in die Kommentare. Eigentlich wollten wir zu einer alten Magnesiumhöhle gehen. Leider haben wir diese aber nicht gefunden. Wenigstens konnte ich aber mal mein Abschiedsgeschenk, eine Taschenlampe von Anne (meiner Schwester) ausprobieren. Sie ist seeeehr Hell, danke nochmal. Tja und dann ging es hinab. Kurze Pause und zurück im dunklen mit weiteren Stops. 19:15 waren wir dann wieder auf der Fähre und konnten zurückfahren. Es war wieder mal ein toller Tag und wir haben eine Menge gesehen. Grade mit allen anderen war es ein besonderes Erlebnis und wir hatten sehr viel Spaß.

Einkaufen statt entspannen - 21.08.2011

Gestern wollten wir eigentlich entspannen. Der Tag fing auch entspannt an, endete aber nicht so. Wir sind gegen 13:00 Uhr zu viert einkaufen gefahren haben bestimmt im Countdown (Supermarkt) 3h verbracht bis wir alles zusammen hatten. Schließlich wollten 15 Personen mit Cocktails, Bier, Bratkartoffeln und dem columbianischen Essen von Hugo (Name ist zu kompliziert). Volkan aka Chocella hat noch schmackhafte Kekse gebacken und danach gab es Cocktails in der Lounge bei Spielen (Uno). Um 3 waren dann alle im Bett.

Sebastian hat es sich am nächsten Tag nicht nehmen lassen für alle Hostelbewohner, die am nächsten Morgen zwischen 7:30 und 12 Uhr in der Küche erscheinen einen Crêpe gebacken. Dafür ist er extra um 6 Aufgestanden. Eine tolle Idee wie ich finde. Mal wieder danke an dich Sebastian.

Eine Woche Trip

Soo, und nun das letzte was zu sagen ist. Ich fahre morgen mit Carlos und Sebastian für eine Woche Campen und Fischen … irgendwo in den Norden. Danach fahren wir wieder zurück nach Auckland. Also wird es bis mindestens nächste Woche Mittwoch keinen weiteren Eintrag geben. Aber der hier war ja auch lang genug gewesen.

Lg Jakob