Vergangene Woche war ich in Devonport, ein Bezirk von Auckland, Piha, ein kleines verschlafenes Surferstädtchen und auf dem Mount Eden gewesen. Wünsch euch viel Spass beim lesen. Ach ja, falls es noch nicht alle mitbekommen haben: man kann die Bilder auch in groß sehen wenn man darauf klickt :-).

 

 

 

Devonport - 11.8.2011

Heute habe ich erneut nach Jobs gesucht. Zum Glück aber nicht den ganzen Tag. Etwas Schönes musste ich ja machen. Das Wetter war mal wieder toll. Also bin ich mit Ailser aus Taiwan mit dem Schiff nach Devonport übergesetzt. Ist ganz cool so unterschiedliche Leute aus den entferntesten Ländern kennen zu lernen. Ich wusste z.B. nicht dass jeder Taiwanese auch einen englischen Namen hat. Die Ferrys fahren jedenfalls vom Hafen unten an der Queensstreet in 12 Minuten bis ans gegenüberliegende Ufer. Devonport selbst ist nicht mehr als ein kleiner Stadtteil von Auckland mit viktorianischen Häusern. Diese ähneln ein wenig der Bäderarchitektur an der Ostsee. Länger als 5h hat man dort aber trotzdem nicht zu tun.

Es gibt 2 Vulkanberge die im 2.WK als Verteidigungsanlagen benutzt worden sind. Jetzt sind noch übriggebliebene Bunkergänge zu bestaunen und ein paar riesige Artilleriewaffen mit denen man bis zur gegenüberliegenden Insel (Rangitoto) schießen konnte. Ach ja, vorher hat sie mir noch ein Navymuseum gezeigt. Das war sogar kostenlos und man konnte, wie man auf dem Bild sieht das Neuseeländische Uniformen Probieren. Wie man sieht musste ich das auch unbedingt anziehen. Da sehe ich doch richtig wie ein Captain aus wa?. Ich glaub ich meld mich da an.

 

Sie musste dann jedenfalls zurück und ich bin anschließend noch an dem schönen Stand der auf der Rückseite der Halbinsel liegt entlanggelaufen. Dort konnte ich mal die Ruhe genießen und mich ein wenig Sonnen. Gestärkt nach dem Entspannen bin ich dann, obwohl ich es nicht vorhatte, auch noch auf den Mount Victoria gestiegen. Im Grunde wars das Gleiche wie auf dem Berg gegenüber. Man hatte jedoch eine noch vieeeeel bessere Aussicht auf Auckland. Fotos schießen und wieder runter vorbei an kleinen Cafés und Shops zurückauf die Fähre. Im Hostel war dann wieder bei Chips und Cider lange quatschen angesagt. Nebenbei durfte ich dann auch wieder essen bei den Indern (Santana), Engländern (Sean und Francesca) und dem Franzosen (Francesco) probieren. Alles seeeehr lecker. Es gab Curry mit einem leckeren blätterteigähnlichen Brot, baked beans mit einer Art Kartoffelauflauf und belgischen Schokoladenkuchen mit Wallnüssen. Ich hab schon ein schlechtes Gewissen noch nix richtiges gekocht zu haben. Aber das hole ich nach. Bin nur noch am Überlegen was typisch deutsches essen ist. Und nat. möglichst nicht zu aufwändig und teuer.

Mount Eden - 12.8.2011

Heute habe ich mich Vormittags mit Volker (hat mir das Auto verkauft) getroffen um mit den Zweit-Schlüssel zu geben. Da ich zu faul war zu laufen bin habe ich mich überwunden und bin mit dem Auto gefahren. War garnicht so schlimm. Hab mir vorher die Strecke gemerkt und bin heil angekommen. Auf dem Rückweg hab ich noch bei einem großen Warehouse gehalten. Da habe ich endlich ein paar Schlappen bekommen. Zwar nicht die Addiletten die ich haben wollte aber ein paar FlipFlops für 7$. Fürs Bad Super. Danach konnte ich es wieder nicht lassen und bin erneut rauf auf einen Berg. Mal wieder einen Vulkan. Den Mount Eden. Erreichbar vom Hostel aus zu Fuß. Und schon nach 20 min. bei 45° Steigung war man auch schon oben. Sogar der Krater sah diesmal wirklich aus wie ein Vulkan. Nicht so zugewachsen wie der auf Rangitoto. Dafür waren aber gegenüber zu Rangitoto soo viele nervige Asiaten die mit Bussen hochgekarrt worden sind. Kurz Foto machen und schnattern und ab zurück in den Bus zum nächsten Ziel. Die Sicht jedenfalls war wieder ganz nett, aber mittlerweile habe ich genug davon, mehr Ecken in Auckland würde ich sagen gibt’s dann auch nicht mehr zu sehen.

Abends haben wir dann bis in die Nacht geredet und dabei Uno gespielt. Als deutscher hat man da gute Karten. Wir wachsen ja quasi damit auf. In Asien und England ist es aber scheinbar gar nicht bekannt und beliebt. Auch mit den Regeln gab es wie immer ein großes Durcheinander. Jeder kannte andere. Spass gemacht hat es trotzdem, oder eben grad deswegen.

Piha und Keri Keri - 13.08.2011

Gestern hatte ich einen Ausflug mit Torsten nach Piha geplant und durchgeführt. Da musste ich wieder mit dem Auto fahren und mittlerweile ist es wirklich nicht mehr schwer. Torsten hat mir bei der Gelegenheit gleich gezeigt wie es mit dem Tanken hier läuft. Man muss meist vorher bezahlen wie viel Liter man haben will und anschließend kann man erst Tanken. Doof wenn man zuviel gekauft hat. Scheinbar kommt es hier zu oft vor das die Leute danach einfach abhauen. Nach Piha sind wir dann ca. 1 1/2h über eine wunderschönen scenic drive gefahren. Eine verträumte Straße durch den Urwald. Es sah teilweise um uns herum aus wie in Hawaii. Typische Vulkaninselvegitation eben. Am letzten Aussichtspunkt der äußerst kurvigen Strecke bot sich uns wie die Bilder zeigen eine wunderbare Aussicht über die Bucht. So ähnliches habe ich bis her nur an der Californischen Küste gesehen. Nur alles noch viel weiter. Wir sind danach runter zum Surferstrand und haben das Auto abgestellt und sind anschließend unten ewig weit Barfuß am Strand entlang. Haben Höhlenerkundet und sind auf den Steinen rumgekraxelt. Dummerweise wurde ich mehrfach von den starken Wellen erwischt bis meine Jeans komplett durchnässt war. Wenigstens war es nicht so kalt. Zur Stärkung gab es dann noch bei so einem eigenartigem Hippi Imbiss Fish and Chips. Wäre das essen halb so salzig gewesen wär‘s immer noch versalzen. Außerdem haben die Eis aus einer gammeligen Eistruhe verkauft. Nur das das Eis nicht in einer Plastikbox war sondern in einer ranzigen Pappbox. Mir geht’s zum Glück trotzdem gut. Der Hamburger soll dafür aber gut gewesen sein. Danach sind wir zum nächsten Strand namens Kare Kare. Versteckt hinter Dünen ein weiterer ewig weiter schwarzer Sandstrand. Dort habe ich sogar zum ersten Mal hier eine Seerobbe gesehen. Leider später auch noch eine tote Babyrobbe. Davon hab ich natürlich aber kein Foto machen wollen. Da lagen auch bestimmt 100 Tote Vögel über den Strand verteilt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück im Hostel wurde dann so wie eigentlich jeden Abend gekocht. Da Sean und Francesca nun in ein Miethaus ziehen. Und Ailsa am Montag nach Queenstown Skifahren geht. Es gab also mal wieder ein Abschiedsessen. Unter anderem ein malaysisches Nudelgericht mit Fischbällen (bähhh), indische Curryeier, japanische Pfannkuchen, taiwanische Hähnchenschenkel und noch viel mehr. Zum Nachtisch haben die Engländer Mars aufgeschnitten und ich hab wenigstens noch eine Tüte Schokocrossis beigesteuert die ich mir beim Tanken habe aufschwatzen lassen. Insgesamt wieder ein schöner Abend mit anschließender Uno Partie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blog schreiben und Bewerben - 14.8.2011

Für heute ist nichts geplant. Das Wetter ist noch dazu nicht sonderlich gut. Regnet grade wie aus Eimern und Stürmt ein wenig. Immerhin ist es trotzdem warm. Ich werde wohl noch ein paar Bewerbungen rausschicken und überlegen was ich die nächste Woche so machen will und lesen. Mein finaler Abreisetermin ist jetzt kommender Samstag. Vielleicht Sonntag. Diesmal aber wirklich.

Oh jetzt wo ich fertig bin knallt wieder sie Sonne durch. Vielleicht geh ich doch noch raus.