Skytower und Rangitoto

Das letzte Mal habe ich vor drei Tagen geschrieben. Nun gibt’s mal ein Update was seitdem passiert ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die ewige Jobsuche

Ich versuche weiterhin hier einen Job ordentlichen Job zu finden. Backpackerjobs sind schlecht bezahlt. Üblicherweise bekommt man nur 12$ (7€) die Stunde. Fände ich was in meinem Bereich könnten es bis zu 70$ (40€) die Stunde sein. Somit versuche ich es auch weiterhin. Meist geht die Hälfte des Tages schon allein dafür drauf. Vor 3 Tagen bin ich mit meinen CVs in der Tasche bei den großen Firmen reingeschneit um mich vorzustellen. Unter anderem Microsoft, HP, Oracel, pwc, Brother, ernst&young, kpmg, sap …. Alles was hier in den großen Geschäftstürmen sitzt. Alle die ich getroffen habe waren sehr nett, hilfsbereit und interessiert. Manche meinten auch dass es toll ist einfach so vorbeizukommen und „anzuklopfen“. Eine meinte sogar gleich als ich reingekommen bin ich sehe deutsch aus. Wahrscheinlich ist es aber auch nur die bekannte amerikanische, in dem Fall neuseeländische Freundlichkeit. Ob da so viel dahinter steckt wird sich zeigen. Jedenfalls war ich fleißig und hoffe dass sich bald etwas ergibt. So oder so hat es sich gelohnt, ich hab viel von der Stadt gesehen, die schicksten Büros mit der besten Aussicht über die Stadt. Doch genug von dem eigentlich uninteressanten.

Besuch des Skytowers

Als ich dann genug davon hatte habe ich mich mit dem Besuch des Skytowers belohnt. Das Wetter war etwas durchwachsen aber die Kameras am Boden zeigten trotzdem gute Aussichten und ich wurde auch nicht enttäuscht. Es gab sogar ein Ticket für Backpacker welches etwas günstiger ist. Ungefähr auf Rentnerniveau. Es war so gegen 16:00 Uhr und ich habe mich bis ca. 19:00 Uhr dort aufgehalten. Hatte mir extra Lesestoff unten im Information Point besorgt und konnte mich gut solange beschäftigen um auch den Sonnenuntergang abzuwarten. Somit habe ich einen wunderschönen Blick bei Tag und Nacht über die Stadt genießen können. Es gibt hier witzige Aktivitäten die man noch auf dem Tower machen kann. Entweder man geht an einem Seil angeschnallt, auf 240m Höhe, außen auf einer 2m breiten Traverse um den Turm entlang oder aber stürzt sich wie ein Lemming, dafür aber immerhin am Seil angeschnallt in die Tiefe. Leider kostet der Spaß je ca. 170$ (ca. 90€).


 

 

 

 

 

 

 

Das Nationalmuseum

Nachdem ich gestern bis mittags weiter nach Jobs gesucht habe bin ich zur Domain gelaufen. Das ist hier in Auckland der so ziemlich größte Park, direkt neben der Innenstadt. Dort gibt es viel grünen Rasen, kleine Seen, einen Wintergarten mit exotischen Pflanzen und Kakteen und das berühmte Nationalmuseum. Der Wintergarten war schon sehr nett anzusehen, insbesondere der sich dem anschließende Fern Garden mit ungewöhnlichen Silber Farn und exotischen Bäumen. Da habe ich das erste Mal realisiert das Avatar gar nicht sooo innovativ und einfallsreich mit der Pflanzenwelt gewesen ist wie ich immer dachte. Vieles gibt’s hier tatsächlich. Danach bin ich rüber ins Nationalmuseum gelaufen. Es steht auf einem Plateau ganz erhaben über der Stadt und bringt auf drei Etagen pazifische (Maori) Kultur, die Entstehungsgeschichte des Landes und die Kriegsgeschichte näher. Ohne Absicht habe ich es geschafft mich an der Kasse vorbei zu schmuggeln und die 10$ zu sparen. Auch wenn es das wert gewesen wäre habe ich mich darüber sehr gefreut. Zurück ging es dann über einen dschungelähnlichen Pfad in die Stadt. Sehr verwinkelt mit steilem Gefälle und interessanten Pflanzen endet man prompt an einem Highway. Zufällig bin ich dann auf einen Countdown Supermarkt gestoßen und habe direkt eingekauft. Ich war Hungrig und habe wiedermal viel zu viel eingekauft und die Gier hat mich verdrängen lassen das ich das Zeug noch ca. 6 Kilometer nach oben ins Hostel schaffen muss. Nächstes Mal fahre ich definitiv mit dem Auto.

notwendiges Übel

Zurück im Hostel musste ich bereits das erste Mal Wäsche waschen. Ich habe aus irgendeinem Grund 3 Jeans aber nur 5 T-Shirts eingepackt. Gewollt war das so nicht. Nachdem ich mir 4x2$ besorgt hatte konnte es losgehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den komischen Waschmaschinen hier hat es aber doch ganz gut geklappt. Ach ja, Trockner sind eine großartige Erfindung. Nach 2 Stunden war alles komplett fertig trocken und schön warm.

Rangitoto bei schönstem Wetter

Ja, und zu guter Letzt: ich war heute mit Thorsten, meinem deutschen Zimmernachbarn auf Rangitoto, eine der vielen Vulkaninseln die es hier gibt. Die Fahrt dauerte nur 30 Minuten und man war auf einer fast vollständig Menschenverlassenen Insel. Nur ein paar ausgestoßene Hausen dort um die Wege in Schuss zu halten. Wir hatten schönen Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Der Aufstieg zum Vulkankrater anstrengend und schweißtreibend. Die Aussicht von Oben entschädigte die Anstrengung umso mehr. Es wurde uns ein toller, ewig weiter Blick auf die Zerklüftete Gegend geboten. Man kann sich hier vorstellen wie die Inseln durch Vulkanausbrüche entstanden sind. Der Krater selbst war etwas unspektakulär da alles im Krater auch komplett mitPflanzen bewachsen ist. Das Eiland insgesamt war an den meisten Stellen stark bewachsen mit Farnen und den typischen Neuseeländischen Bäumen dessen Namen ich mir leider nicht merken kann. An manch anderen Stellen gibt es riesige Flächen voll mit schroffen aus dem Vulkanschlot geschleuderten Steinen. Diese Gegend hat mich an den neusten King Kong Film erinnert. Häuser von 19. die ehemalig als Gefängnisbehausung dienten. Die Pflanzen, das schroffe Gelände und Wasser Drumherum. Man merkt hier überall wo Peter Jackson seine Inspiration her hat. Bei der Wanderung habe ich nur heut gemerkt das ich mir noch Wanderschuhe zulegen muss. Mit Turnschuhen über Lavasteine und unebenes Gelände laufen ist nicht sehr angenehm.

Nun habe ich noch Waihiki Islands hier in Auckland aufm Schirm. Möglicherweise übermorgen und im Zoo war ich ja auch immer noch nicht. Aber lebendige Kiwis laufen hier wohl an den Wander Tracks rum. Vielleicht spare ich mir das dann.

Seit vorgestern weiß ich auch dass ich für Internet nicht mehr in die Bibliothek muss. Es gibt hier einen Ort im Hostel an dem man ein ungeschütztes WLAN Netz findet. Solange ich also noch hier bin kann ich bei günstigen Wind sogar vom Bett aus (wo ich aktuell bin) ins Internet gehen. Echter Luxus also.

So das war’s für heute. Bis zum nächsten Mal und genießt euer Wetter ihr armen.

Lg Jakob